Das ist wieder mal eine völlig neue und meiner Ansicht nach zu Unrecht viel zu wenig beachtete Tätigkeit im Feld im WEB X.0-Umfeld: Gibt es doch immer mehr Menschen, die aufgrund ausgetüftelter Spamfilter keine Werbemails mehr bekommen.
Ich stieß auf dieses Phänomen, als eine E-Mail, die von mir an einen Freund gesendet, völlig zu Unrecht in Verdacht geriet, in seinem Spamfilter gelandet zu sein. Er, ärgerlich diese Mail nicht empfangen zu haben, durchsuchte seine digitale Müllkippe während wir telefonierten und stöberte nebenbei - vermutlich gelangweilt von unserem Gespräch - ein wenig darin herum.
Und schon begann er halblaut vor sich hinzumurmeln: „… Ihr Penis ist zu klein, das muss nicht sein … Sie werden wieder f**** wie ein junger Gott … bestellen Sie diskret online …“
„Hä, was!“ oder so ähnlich muss meine Reaktion wohl gewesen sein und das ermutigte ihn, mir den Inhalt seines Spamfilters laut vorzulesen.
Nach „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink dachten wir über ein Werk nach, das den Titel: „Der Spamvorleser“ tragen soll.
Weiterhin brainstormten wir über personalisierte Spammails: So würde zum Beispiel folgende Nachricht bestimmt sehr viel Aufmerksamkeit beim Leser erregen: Sehr geehrter Herr Meier, fügen sie zu ihren beschämenden 12,5 cm beeindruckende 4 cm hinzu und das für nur xxxxx Euro(das sind ja nur 5% Ihres Monatsgehaltes). Ihre Freundin Erika wird bestimmt begeistert sein!
Die Daten kann man doch inzwischen sicher bei den üblichen Social-Networks recherchieren, oder?